Bei Sascha vom Blog “Gesichtet” habe ich etwas interessantes gesehen. DAS möchte ich euch – natürlich besonders denen die es nicht gelesen haben – nicht vorenthalten.
Ich schreibe da auch jetzt nix weiter zu weil Sascha das ja schon ausreichend erklärt hat.
Sascha hat da eine Seite gefunden – ein Blog ist es ja wohl nicht – die sich mit Texte schreiben befasst.
Man ist dort der Meinung, daß es viele Worte in einem Text gibt die man auch weglassen könnte weil es “Füllwörter” sind…
Ich habe das mal anhand eines kurzen Textes von mir ausprobiert und werde erklären, warum ich diesen Empfehlungen nicht kritiklos folgen kann.
Ich schwärme (
ja) (immer) (etwas) für Nostalgie. Gerade (so) bei technischen Geräten. D. h. nicht, dass ich sie noch benutze…![]()
Ich schwärme nicht nur für Nostalgie und gerade bei technischen Geräten setzt mir nur mein enger finanzieller Spielraum eine Grenze für die Anschaffung modernster Geräte…![]()
Teilweise habe ich (auch) (etwas) von den aufgeführten Dingen benutzt.
Nur eine Teilmenge der aufgeführten Geräte
“Pong” zum Beispiel war mein erster Kontakt mit computerähnlichen elektronischen Geräten.
Ein Handy welches an einen Schuhkarton erinnert (allerdings) hatte ich nicht.Beim Mobiltelefonieren bin ich seit dem C-Netz (dabei).Meine erstes Mobiltelefon funkte im C-Netz.
(Doch)… das Gerät war (auch) groß, [als Vergleich zu dem Schuhkarton] (aber) mehr zum Einbau in ein Fahrzeug gedacht[soll erklären, warum ich die Größe im Gegensatz zu einem Handy nicht so schlimm finde].Wo ich es dann (auch) hatte…Ich hatte es in einem Fahrzeug eingebaut !Beim Internet bin ich zwar nicht seit den (ganz) frühen Anfängen (ARPAnet) (dabei), (aber) (
doch) (schon) (ziemlich) lange !
Hier soll das verdeutlichen, daß ich nicht einer der Ersten war, es aber schon ziemlich lange nutze.Schaut es euch mal an ! Ist (ganz) interessant mal (
so) die Anfänge zu sehen.
Hier kann ich nur sagen, daß ich es interessant finde und hoffen, daß es auch andere interessant finden.
In runden Klammern sind die bemängelten Worte. An Stellen wo ich meine, daß man sie weglassen könnte, “streiche” ich sie durch.
Wo ich meine, bestimmte der Füllwörter wären zum Verständnis oder zu relativieren einer Aussage nötig, kennzeichne ich die in grün.
Im Text habe ich dann die Bemerkungen in “italic” gemacht und mitten im Text zur Abgrenzung in eckigen Klammern.
Der Mustertext ist nicht neu wie ihr seht. Aber um den geht es auch nicht. Ich wollte einen kurzen Text haben. Denn das Kennzeichnen einzelner Worte mittels style-Tag ist eine Sauarbeit…
Es geht darum: Text im eigenen Sprachstil schreiben oder sich an Regeln halten ? Sicher labert man manchmal rum. Und manches müßte genauer erklärt werden, weil man nicht bei allen Lesern den gleichen Wissensstand voraussetzen kann den man selber hat.
Aber es ist ein Unterschied, ob ich einen Text schreibe für eine Publikation oder ob ich auf meinem eigenen Blog so labere wie mir der Schnabel gewachsen ist !
Ich habe fertig !









Blogoscoop
Foodwatch
Ich sehe das ganz ähnlich wie du, weswegen ich ja auch zur Vorsicht geraten habe, wenn Blogger das Tool einsetzen wollen, damit sie nicht ihren individuellen Stil verlieren.
Wie du richtig erkannt hast, gibt es ja unterschiedliche Arten von Publikationen und Blog-Artikeln. Persönliche bzw. private auf der einen Seite, auf der anderen aber auch -je nach Thema des Blogs- auch eher sachliche, zB. zum Thema Technik oder Politik… da macht sich ein nüchterner Sprachstil mitunter vielleicht(!) besser, je nachdem, ob man nur sachlich berichten will oder einen persönlich gefärbten Bericht vorlegen mag.
Letztlich gilt das mit den nüchternen Artikeln zum Teil möglicherweise auch für Werbe-Artikel, die dann vielleicht professioneller wirken… ob der Auftraggeber dies aber wünscht oder nicht vielleicht gerade deswegen auf einem Blog werben will, weil es eben nicht so hochprofessionell zugeht, müsste wohl im Einzelfall geklärt werden.
Nichtsdestotrotz (ich liebe dieses Wort^^) halte ich das Tool für eine spannende Sache, schon allein deswegen, weil man sich mal ansehen kann, wie viele Füllwörter man so im normalen Sprachgebrauch nutzt, ohne es wirklich zu merken
@Sascha
Naja… du siehst, einige Füllworte könnte man weglassen…
(jetzt bezogen auf den Text aus einem der vorigen Beiträge den ich hier als Beispiel verwendet habe).
Wenn ich in die Tasten kloppe, mache ich mir selten Gedanken um eine ausgefeilte Sprache…
Ich versuche zu erzählen so wie mir das in den Kopf kommt. Aber vielleicht sollte ich mir wirklich Gedanken darüber machen, präziser zu erzählen.
Weil… der Leser weiß möglicherweise nix darüber (was ich oft ein bißchen voraussetze). Auch wenn es in Teilen bekannte Sachen sind.
Hab es vor ein paar Minuten auch bei Sascha gelesen und ich werd das für mich sicherlich auch mal testen.
Mir geht es wie dir Gucky (jedenfalls so in etwa), ich setzt mich hin und fang an alles aufzuschreiben und während ich schreibe kommen mir zwei drei zusätzliche gedanken/wörter in den sinn die ich irgendwie unterbringen wollte. Manchmal kommen so Wörter vor, die ich hätte auch einfach weglassen können
Aber ich wäre sicherlich nicht ich, wenn meine Texte kompliziert und durcheinander geschrieben sind. Google liebt das
und auch die teilweise bewusst eingebauten Rechtschreibfehler
Ich schließe mich da mal einfach an Gucky, ich habe es auch mal getestet und est ist schon ein interessanter Ratgeber. Aber eben nur ein Ratgeber, mehr nicht. Die Idee ist trotzdem gut.
Wolfgang´s letzter Eintrag… Jetzt wissen wir es- wir sind Kannibalen
Für professionelle Texter, mag das gelten, aber ich bin der Meinung, wenn wir alle so schrieben, gäbe es keine Individualität mehr unter den Bloggern. Und das wiederum wäre sehr schade
Wie Du siehst, liebe ich lange Sätze.
Man hätte auch schreiben können:
Meiner Meinung nach gilt dies nur für professionelle Texter, Blogger sollten ihren individuellen Schreibstil beibehalten. IRGENDWIE öd
Lieben verregneten Donnerstaggruß
Erdbeere
Erdbeere´s letzter Eintrag… Ding dong!
@Erdbeere
Ehrlich gesagt, habe ich mir da vorher auch keine Gedanken gemacht.
Ich schreibe hier eigentlich so wie ich auch rede… etwas flappsig eben und manchmal nicht ganz so ernst.
Es ist mein persönlicher Blog und soll keinen Deutschlehrer-Charakter haben.
Aber es ist ein Thema, über das ich mir nach dem Lesen des Beitrages bei Sascha auch Gedanken gemacht habe und das habe ich mal so niedergeschrieben.
Manchmal ist dieses Tool schon sinnentstellend. “Etwas” würde ich generell nicht für ein Füllwort halten… so gab es einige Beispiele, die man auf gar keinen Fall weglassen sollte.
Und da selbst in Literatur-Klassikern die Füllworte vorkommen (teilweise sogar häufiger als in meinen Blogeinträgen), mache ich mir darüber keine Gedanken
@Broken Spirits
Mache ich mir eigentlich auch keine ernsthaften Gedanken drüber. Obwohl ich denke, gerade bei dieser schriftlichen Kommunikation sollte man sich bemühen, etwas präzise auszudrücken damit keine Mißverständnisse entstehen.
Aber selbst wenn… dafür sind die Kommentare da, daß man nachfragen kann. Wenn man etwas nicht verstanden hat oder sich möglicherweise angegriffen fühlt. Soll es ja bei bestimmten Themen auch geben…
Letzendlich muß man das so sehen, daß Beiträge von mir meine persönliche Meinung darstellen- Genauso wie Kommentare bei anderen es tun.